3 Schritte um produktiver zu werden (auch wenn Du nicht motiviert bist)

Wir haben alle Tage, wo wir unglaublich produktiv sind. Ich zeige Dir, wie Du jeden Tag zu so einem super-produktiven Tag machst.

Weißt Du, was die meisten “Produktivität-Coaches” und selbst gekürte Experten hoffen, dass Du nie herausfinden wirst?

Dass die Tipps, die sie wie Brötchen verteilen und die Apps, die sie verkaufen… werden Dir nie helfen. Sie nutzen sie selbst nicht.

Schneller Wirklichkeitscheck: was war das letzte Mal, dass Du eine App heruntergeladen hast, wovon Du dachtest, sie würde Dich mehr produktiv machen… Du hast sie weniger als ein Tag genutzt, und dann hast Du sie vergessen?

War das in diesem Monat? In dieser Woche? Heute?

Wann war das letzte Mal, dass Du super UNPRODUKTIV warst, weil Du den ganzen Nachmittag Artikel wie “100 erfolgreiche Menschen zeigen Dir, wie Du produktiv wirst”? 

(Lass uns ehrlich sein… was machst Du gerade hier?!) 

Das endet aber HIER. 

Vergessen wir den Quatsch und entdecke jetzt, wie Produktivität wirklich funktioniert.

 Wie funktioniert Produktivität - eigentlich?

Du machst auch diesen Fehler:

Du verwechselst Produktivität mit Motivation.

Niemand - NIEMAND - kann die ganze Zeit motiviert bleiben - Du kannst aber immer produktiv sein.  

Motivationen… ist wie der Ozean. Groß, tief, teilweise unerkündet…. und kommt in Wellen. 

Motivation kommt und geht. Manchmal wachen wir auf und sind für jede Herausforderung bereit. Wir fangen großartige Projekte an, entwickeln große Träume, und wir wissen, dass wir ENDLICH etwas aus unserem Leben machen werden. 

Und dann kommt er… Der nächste Tag. 

Wir sitzen dort, wo wir gestern saßen - als wir Feuer und Flamme waren!- und… nichts. Du landest auf Netflix, oder Du stehst auf und holst Dir Kaffee. Vielleicht kommst Du sogar zurücl. Aber die Motivation kommt nie zurück. 

Wenn Du Dich nur auf Motivation verlässt… wirst Du selten produktiv werden. 

Was kannst Du aber machen? 

Die große Warheit anerkennen: Du bist faul. Ich bin faul. Wir sind faul.

Lass uns immer davon ausgehen, dass unser “Zukunft-Ich” faul sein wird, und überhaupt nicht motiviert. 

(Wenn Du für das Schlimmste planst, bist Du auch immer für das Beste vorbereitet!)

Was brauchen wir für diesen schlimmsten Fall?

Systeme.

Systeme, die es uns einfach machen, produktiv zu werden - auch wenn wir überhaupt nicht motiviert sind.

Und so nutzt Du Systeme, um produktiv zu werden, auch ohne Motivation.

 

Schritt 1: Geh davon aus, dass Du scheitern wirst

Erfolgreiche Menschen haben nicht einfach mehr Glück als die meisten Menschen (einige vielleicht schon… aber Glück alleine würde nicht reichen!). Sie versuchen aber, mehr Sachen zu tun - und sind bereit, dabei zu scheitern.

Hast Du Harry Potter gelesen/gesehen?

Die Autorin J.K. Rowling wurde nicht weniger als 12 Mal von einem Verlagshaus abgelehnt…

...bis ein kleiner Verlag ihr Buchprojekt annahm. Und heute ist sie die erste Person, die mit einem Buch (okay, 7 Büchern!) Milliardärin wurde. 

Fast jeder, der erfolgreich in seiner Ecke der Welt war, hat eine ähnliche Geschichte von Scheitern - vor dem großen Triumph. 

Der Unterschied zwischen dem Durchschnittsmensch und dem produktiven Mensch ist, dass der Erstere sich vor dem Scheitern fürchtet.

Der produktive Mensch sucht aber nach Scheitern… weil er weiß, dass daraus Erfolg entsteht. 

Wie können wir aber das Scheitern, und die Wellen von Motivationen nutzen, um ein System aufzubauen? So dass wir ein System zum Weitermachen haben - wenn alle anderen aufgeben, nach Hause gehen oder nie aus der Kaffeepause zurückkommen?  

Sehr einfach:

Indem Du es Dir unmöglich machst, etwas nicht zu machen.

Indem Du es Dir unmöglich machst, nicht produktiv zu werden.

Vielleicht denkst Du gerade “und wie geht das bitte?!!!”

Einfach: setze Dir ein Ziel - egal was, Du kannst auch später Dich für größere Sachen entscheiden, aber jetzt willst Du überhaupt etwas: ein Projekt zu Ende bringen, häufiger Sport machen, Wasser statt Saft trinken…

Nehmen für mich das Mal, als ich meine Doktorarbeit geschrieben habe… abends, nach der Arbeit, und ich hatte keine Nerven.

Und jetzt: 

  • Mache eine Liste von ALLEM, was Du brauchst, um Dein Ziel zu erreichen. In meinem Fall: ein Heft mit Notizen, und eine geöffnete Word-Datei auf meinem Computer. Bonus: eine Wasserflasche in der Nähe.

Wenn Dein Ziel z. B. “mehr Sport” ist… dann sind es Deine Hanteln für Zuhause oder Deine Sporttasche für den Gym, sowie Workout-Kleidung.

  • Stelle die Sachen so auf, dass es unmöglich ist, dieses Ziel nicht zu verfolgen (ich sage “verfolgen”, nicht “erreichen”... weil die meisten Ziele erreicht werden, wenn wir sie konsequent verfolgen!)

In meinem Fall:

das Erste das ich machte, als ich nach Hause kam, war mein Laptop aufzuklappen und die Datei zu öffnen. Auf meinem Schreibtisch war nichts anderes… so dass ich früher oder später, wenn ich dachte “jetzt habe ich 20 Minuten”, habe ich mich einfach hingesetzt und meinen Entwurf bearbeitet. Und aus 20 Minuten wurden 40, 60…

Wenn Dein Ziel Sport ist: lege die Workout-Kleidung neben Deinem Bett: wenn es das Erste ist, was Du siehst, wirst Du sie automatisch anziehen, und dann denkst Du “okay, ich kann jetzt auch mal trainieren”.

Willst Du weniger Saft und Cola trinken, mehr Wasser? Sorge dafür, dass Du immer eine volle Flasche und ein Glas hast - auf Deinem Arbeitstisch, in der Küche, die SICHTBAR sind. Ich weiß, wenn Du ein Ordnungsfreak bist, wird es Dich stören, das musst Du aber eine Weile hinnehmen… 

… der Zweck ist, dass es einfacher wird, es zu machen, als es nicht zu machen!

Wenn nichts zwischen uns und der Verfolgung des Ziels steht… was hindert uns daran, dieses Ziel auch zu erreichen?

Schritt 2: setze es auf Dein Kalender 

Stelle Dir mal vor: Du gehst gegen Schweinsteiger Fußball spielen. Du hast die besten Schuhen, die teuersten Sportshots, ein tolles Handband, und ein atmungsaktiven, ultra-technologisches Tee-Shirt. Er ist barfuß, mit seinen ältesten, befleckten Shorts, und ein Tee-Shirt von seiner Freundin. 

Wer würde gewinnen?

 Es klingt lächerlich, aber… wir spielen dieses Spiel. Jeden Tag. Gegen Produktivität.

Die Ausstattung ist nicht so wichtig, wie wir denken. 

 Greenhorns lieben es, sich auf Produktivität-Hacks, Apps, Ausstattung zu konzentrieren. Warum?

Weil es EINFACH ist- und ehrlich gesagt, macht es viel mehr Spaß!- mit lustigen neuen Kalenders und Apps zu spielen… als einfach das zu tun, was funktioniert.

Aber meisten wird die einfachste Grundausrüstung - Sachen wie… ein altmodisches KAlender, ein Stift und Papier - genauso gut (wenn nicht gar besser), als eine App funktionieren.

Hier ist ein Blick auf mein eigenes Kalendar-System: 

 

Das ist keine Zusammenstellung von Apps für Fortgeschrittenen. Absichtlich mache ich es mir einfach, meine Tage zu planen - so dass ich einfach sehen kann, was gemacht werden muss, und ggf. Updates hinzufügen.

MACHEN ist wie wichtig als die Taktik, die Du dafür brauchst. 

Wie hilft Dir das, gerade jetzt? 

  1. Plane jetzt Deine Zeit und lege mindestens Deine wichtigsten Ziele für die ganze Woche fest - auf Papier oder in einer einfachen Kalendar-App wie Google Cal oder ICal. 
  2. Setze eine Erinnerung auf Deinem Handy, dieses Kalendar jede Woche zu überprüfen.
  3. Plane weiterhin im Voraus - Du wirst nie unvorbereitet sein oder unter Zeitdruck arbeiten müssen! 

Schritt 3: Entwickle Deinen Laserfokus

Wusstest Du, dass in Deinem Kopf ein heftiger Wettbewerb herrscht?

Ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Motivationen!

Manchmal, scheitern wir sogar an unseren meistbegehrten Zielen - diejenigen, wovon wir Tag und Nacht träumen!- weil… etwas anderes daszwischen kommt.

Manchmal sind es Ablenkungen, worauf wir keine Kontrolle haben: ein Notfall, ein Familienereignis, eine unerwartete Aufgabe bei der Arbeit…

Aber genauso oft, wenn nicht gar öfters… opfern wir einfach ein Ziel oder einen Traum, indem wir uns auf ein anderes Ziel fokussieren.

Das Ergebnis?

Wir kommen bei keinem von diesen Zielen voran!

Deinen FOKUS zu entwickeln, und in der Lage sein, einige Ideen auf “später” zu verschieben,  ist eine Fähigkeit, eine Kompetenz! Und damit wirst Du garantiert Fortschritte bei den Sachen machen, die wichtig sind.

Ich zeige Dir, was ich meine.

Wähle ein Ziel - ein großes Ziel. Aber ein einziges Ziel. 

Dein Ziel Nr. 1 - was ist das? Mehr Geld verdienen? Deinen Traumjob finden? Fit werden?

Und schreibe es auf.

Wirklich, schreibe es auf. Warum?

Weil es ab jetzt Dein Entscheidungskriterium wird - jedes Mal, dass Du nicht weißt, was Du tun sollst, oder was Priorität haben soll.

(Übrigens: wir nutzen oft die Mehrzahl, “PrioritätEN”... das Wort “Priorität” stammt aus dem Latein und bedeutet “eins”. Es können also nicht mehrere Prioritäten sein - es kann nur eine geben. Das ist der Fehler, den wir oft machen!).

Wie hilft Dir dieses Ziel, Deine Priorität zu identifizieren?

Jede Deiner Handlungen wird davon entschieden, ob sie Dir helfen würde, dieses Ziel zu erreichen, oder nicht. 

Nehmen wir an: Du willst fit werden....

Du hast 30 Minuten Freizeit, was kannst Du machen? Dein Ziel ist fit werden, also: etwas, das Dich fit macht… 10 Minuten HIIT-Training z. B.

Wenn Dein Ziel ist, Deinen Traumjob zu finden: in 30 Minuten kannst Du Deine Fremdsprachenkenntnisse verbessern, Deinen Lebenslauf bearbeiten, versuchen, Kontakte auf Linkedin zu knüpfen.

Du willst einen erfolgreichen Blog gründen? In 30 Minuten kannst Du Deine Content-Planung für die nächsten 6 Wochen abschließen, oder die Leitideen für Deinen nächsten Beitrag niederschreiben!

Dein Ziel - auch wenn Du ein Jahr dafür brauchst!- diktiert, was Du heute und jetzt machen sollst.

Es gibt Dir einen Plan.

Der Unterschied zwischen einem Traum und einem Plan? 

Details. Vor allem Zahlen. 

Wann soll der Traum wahr werden? Wie sieht das konkret aus - woran wirst Du wissen, dass Du es erreicht hast?

Ich empfehle, dass Du als Zeitraum (als “wann”) mindestens ein Monat nimmst, und nicht mehr als ein Jahr - sehr viel passiert in einem Jahr, und es erschwert Deine Planung.

Und als “wie sieht das aus” brauchst Du einen Maßstab - Dein Ziel muss messbar sein, um erkennbar zu sein. Es können Zahlen sein : “Ich will 14.000 Abonnenten für meine E-Mail-Liste”. 

Es können aber auch einzigartige Details sein : “in meinem Traumjob gibt es 2 Tage Home Office und ein starkes Engagement für Umweltschutz”.

Und dann… geh den Weg zurück zwischen Deiner Vision für in einem Monat, oder einem Jahr, und jetzt. 

Damit Du Dein Ziel in 6 Monate erreichst, was muss in 5 Monaten stattgefunden haben? In 4 Monaten? In 3 Monaten? Was muss diese Woche passieren?

Was kannst Du heute machen?

Jetzt bist Du dran:

  • schreibe Dein Ziel auf
  • wann soll es erreicht werden?
  • woran wirst Du erkennen, das es erreicht wurde?
  • was musst Du in 1 Monat dafür gemacht haben, in einer Woche, heute?

Das ist nicht ein sinnloses Experiment… es ist eine Methode, die funktioniert. 

Du verpflichtest Dich zu einem Ziel, und Du wirst es aggressiv verfolgen.

 

Wie Du mittlerweile verstanden hast, unsere Probleme mit Produktivität haben nichts mit Motivation zu tun - es hat mit Gewohnheiten zu tun. Produktivität ist eine Gewohnheit - etwas, das Du machst, ohne nachzudenken, ohne Dich zu zwingen.

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